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Gabel
HTD: Gabel
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Über Simmeringe und Gleitbuchsen...
Zum Gabel zerlegen braucht man eigentlich kein Spezialwerkzeug. Hier mal das Werkzeug, das du benötigst:
- Ringschlüssel oder Nussen: 10mm bis 22mm
- Kreuzschlitz- und Schlitzschraubenzieher
- eine DICKEN Schlitzschraubenzieher oder halt einen Hebel zum Aushebeln der alten Simmeringe (Lappen unterlegen !)
- Inbusschlüssel, am besten auch noch einen Inbus-Bitsatz
- Feile (flach und breit), um die neuen Simmeringe einzutreiben
Und so gehen wir vor...
Die Gabelfeder nicht ausbauen, wir brauchen ihre Spannung zum Lösen der Inbusschraube unten am Tauchrohr (= unterer Teil der Gabel). Sollte sie dennoch nicht zu lösen sein, dann die Gabel im Ganzen ausbauen und zusammendrücken. Die erhöhte Spannung reicht nun meistens aus. Wenn auch das nicht funktionieren sollte, so baut man sich am besten ein Spezialwerkzeug zum Kontern. Die Beschreibung hierfür findet ihr unter Spezialwerkzeug.
- Mopped aufbocken (Hauptständer, oder Vorrichtung), Vorderradachse lockern und Tachowelle unten abschrauben
- einen Bremssattel abnehmen, dazu die 12er Schrauben (nicht die verchromten 14er) lösen, den Bremsattel etwas hin- und herbiegen, dann den Bremssattel nach oben abziehen und die Bremsbeläge abnehmen (fallen sonst nur runter)
- Nun auch vorne aufbocken, also mit einer Vorrichtung, einem Kran, oder halt mit einem Wagenheber (muß gerade ausrücken) unten am Motor (Holz unterlegen)
- Vorderrad ausbauen, indem man die Halbmonde an der Gabel (unten) entfernt. Die Achse muß nicht herausgezogen werden.
- Schutzblech demontieren, also die 4 Schrauben am Tauchrohr entfernen und Schutzblech vorsichtig herausnehmen.
- Gabelöl ablassen (Kreuzschlitz an den Seiten der Tauchrohre)
- Inbusschraube (unten am Tauchrohr in der Bohrung) ruckartig öffnen und herausdrehen (Restöl kommt heraus)
- Staubkappe nach oben schieben und den Sicherungsring mit einem Schlitzschraubenzieher herausnehmen
- ruckartig das Tauchrohr vom Standrohr (= das obere Teil, also das verchromte) trennen
- Standrohr lösen (Schraube an der Gabelbrücke und die beiden Schrauben am Gabeljoch (= 'untere Gabelbrücke') und herausziehen
- Simmering aushebeln (großer Schraubenzieher oder Ähnliches (ACHTUNG: Lappen unterlegen, damit man nichts beschädigt)
- alle Teile auf Beschädigung überprüfen, besonders die Gleichtbuchsen (sind mit Teflon beschichtet und grau, wenn sie neu sind) und den Sitz des Simmerings reinigen (ggf. mit 400er Schleifpapier)
- alles wieder zusammenbauen, Aluhülse und Metalldichtringe (3 Stück) nicht vergessen und auch RICHTIG einbauen!
Einbaurichtung sowie Reihenfolge der Aluhülse und Metalldichtringe: Metalldichtringe auf das Dämpferelement stecken, wobei die Reihenfolge der Ringe "wellig - glatt - wellig" sein muß. Nun die Alubuchse (Ölsicherungsstück) mit dem konischen (spitzer werdenden) Ende nach oben (Richtung bereits aufgeschobener Metalldichtringe) aufstecken.
- Inbusschraube wieder ruckartig anziehen, Dichtung hier nicht vergessen
- neuen Simmering einölen/einfetten und über das Standrohr ziehen, dann eintreiben, z.B. mit einer flachen Feile. ACHTUNG: hier besonders vorsichtig arbeiten, nicht zu fest schlagen oder verkanten; Positionen beim Eintreiben wechslen. Den neue Simmering so weit eintreiben, daß die Nut für den Sicherungsring wieder sichbar ist
- Sicherungsring wieder einbauen und Staubkappe montieren
- Standrohr wieder provisorisch einbauen und festschrauben
- Standrohr oben öffnen (ACHTUNG: Hier liegt wegen der Gabelfeder Druck an)
- neues Öl einfüllen (Füllmengen für die jeweiligen Modelle sind auf den Technikseiten angegeben)
- oben wieder zu machen (Ratsche/Knarre mit kleiner Verlängerung und Nuss ist hier sehr hilfreich)
- die andere Seite wie eben beschrieben ausbauen und zerlegen
- Schutzblech wieder rein
- Reifen mit der Achse einbauen und festziehen
- Tachowelle wieder anschrauben
- Bremsbeläge auflegen und den Bremssattel aufstecken, 12er Schrauben mit 20 Nm festziehen
- Bremse solange betätigen bis wieder Druck vorhanden ist
- Standrohre oben an der Gabelbrücke wieder richtig einstellen. Der Überstand der Standrohre muß also auf beiden Seiten gleich sein. Nachmessen ist oft nicht verkehrt.

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