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12.03.2010 - 06:08

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GSXKatana.de das Katana Portal
       
  Motor

HTD: Motor

Motor

Von der Wartung bis zur Generalüberholung

Arbeiten am Motor erfordern guten Kenntnisse und entsprechendes Werkzeug. 3/8 Steckschlüssel sind hier zu empfehlen, ein Schlagschrauber und guten Bits oder Schraubendreher / -zieher sollten auch nicht fehlen.
Wer sich Wartung, Umrüstung oder auch eine Zerlegung zutraut, dem soll in den jeweiligen Bereichen geholfen werden.


 


Vorschläge, Verbesserungen und Erweiterungen sind hier immer willkommen.


 


Ölwechsel

HTD: Ölwechsel

Motor: Ölwechsel

... die Erneuerung des Lebenselixiers

Folgendes wird benötigt:



  • Ringschlüssel oder Steckschlüssel 19 mm
  • Kupferdichtring (für Schraube M14, also 15mm Innendurchmesser)
  • Wanne, um das Öl aufzufangen
  • Ringschlüssel oder Steckschlüssel 10 mm (Ölfilterwechsel)
  • Dichtmasse (wenn man die Ölfilterdichtung nicht erneuern will)
  • Motoröl 10W40 (ca. 3 Liter); KEIN 0W oder 5W Motorenöl verwenden!!

 


 


Dann fangen wir mal an:



  • Motor warm fahren (sollte zumindest nicht eiskalt sein)
  • Motorrad aufbocken (wenn möglich) und die Wanne unter den Motor
  • Öleinfüllschraube (rechts am Kupplungsdeckel) öffnen, dann die Ablaßschraube unten am Motor (bei der Ölwanne) mit dem 19er Schlüssel lösen und herausschrauben
  • Während das Öl abläuft den Magneten der Ablaßschraube inspizieren (wenn viel Metallspäne dran hängt, sollte man fortan auf Motorgeräusche achten) und säubern. Den neuen Kupferdichtring schon einmal auf die Ablaßschraube aufsetzen.
  • Ist das Öl abgelaufen, die Ablaßschraube (mit neuen Dichtring) einschrauben und mit ca. 15 Nm festziehen (1/4 Umdrehung, nicht mehr!!), außer man hat vor den Ölfilter auch gleich zu wechseln.
  • Motoröl einfüllen bis es zwischen Minimum und Maximum steht.


Ölfilterwechsel:



  • Nachdem wir das Öl abgelassen haben, kann nun der Ölfilterdeckel demontiert werden. Dieser befindet sich vorne am Motor, zwischen den Krümmern (unten)
  • Mit dem 10er Schlüssel die Hutmuttern des Ölfilterdeckels entfernen (Vorsicht: Auch hier kommt Öl heraus, also Wanne drunter), den Deckel abnehmen und den Ölfilter herausnehmen.
    Bestandteile des Ölfilterdeckels: Dichtung, Feder
  • Neuen Ölfilter einsetzen/aufstecken (Gummiring am Filter nach innen)
  • Neue Dichtung in den Deckel einsetzen, oder die alte Dichtung entfetten und dann mit Dichtmasse dünn bestreichen. Auch die Dichtfläche am Motor überprüfen und ggf. reinigen (meistens reicht ein Lappen, ansonsten mit 400er Naßschleifpapier leicht abziehen)
  • Die Feder im Deckel auf korrekten Sitz überprüfen und den Deckel wieder montieren. Die Hutmuttern mit 8-10 Nm anziehen (Muttern auf Anschlag drehen und 1/8 Umdrehung festziehen)
  • Die Ölablaßschraube (mit neuem Kupferdichtring) wieder einschrauben und mit ca. 15 Nm (1/4 Umdrehung) festziehen.
  • Motoröl bis auf Maximum einfüllen, da der Ölfilter ca. 1/4 Liter "aufsaugt" beim ersten Starten. Ölstand also erneut kontrollieren!


Zylinderfuß

HTD: Motor-Zerlegung

HTD: Zylinderkopf

HTD: Ventile

HTD: Getriebe

HTD: Ölpumpe

Kupplung

HTD: Kupplung

Motor: Kupplung


Folgendes Werkzeug wird benötigt:



  • Steckschlüsselsatz 1/2 Zoll (32er Aufsatz und Verlängerung)
  • Steckschlüsselsatz 3/8 oder 1/4 Zoll und Verlängerung
  • Drehmomentschlüssel (keine Pflicht)
  • Schraubenzieher (-dreher) breit
  • Gummihammer (keine Pflicht, aber hilfreich)
  • Wasserpumpenzange (für das Sicherungsblech)
  • 8er, 10er und 12er Gabel-/Ringschlüssel
  • Schaber (oder Rasierklinge) und 400er Naßschleifpapier
  • Glasplatte und Fühlerlehre (wenn man den Verzug der Mitnehmerscheiben messen will)
  • Meßschieber (Federlängen messen)
  • Metallfeile (wenn man Kerben im Kupplungskorb entfernen will)


Ersatzteile:



  • Kupplungsdeckeldichtung
  • Kupplungslamellen (wenn sie bereits rutscht)
    ACHTUNG: Anzahl der Kupplungslamellen variiert bei der 1100er Katana je nach Baujahr!! Hier könnt ihr herausfinden, wie viele ihr benötigt.
  • Kupplungsmitnehmerscheiben (wenn sie verzogen sind)
  • Kupplungsfedern (wenn sie verschlissen sind)


Ein paar Begriffserklärungen vorab, damit man nicht durcheinander kommt:


Kupplungshebel = oben am Lenker links
(Kupplungs-)Ausrückhebel = rechts beim Kupplungsdeckel, Kupplungsseil ist dort eingehängt
(Kupplungs-)Ausrückwelle = befindet sich im Kupplungsdeckel
(Kupplungs-)Lamellen = die Reibscheiben
(Kupplungs-)Mitnehmerscheiben = die Metallscheiben
Ausrücker = befindet sich an der Druckplatte und hat eine Verzahnung


 


Und los geht's!



  • Motorrad auf den Seitenständer stellen, ODER Öl ablassen und auf den Hauptständer; 3. oder höheren Gang einlegen
  • Die Einstellschraube am Kupplungshebel (für das Spiel des Kupplungsseils) hineindrehen, sodaß wir Spiel haben
  • Den (Kupplungs-)Ausrückhebel (rechts am Motor) demontieren (10er Schlüssel, manchmal auch ein 8er)
    HINWEIS: Die Schraube muß entfernt werden, lockern reicht nicht!
  • Kupplungsdeckelschrauben entfernen, den Deckel mit einem Gummihammer lösen (alternativ dazu kann man mit einem Schraubenzieher links oben und rechts unten leicht hebeln. Punkte sind durch Laschen vorgegeben) und abnehmen.
  • Mit dem verlängerten 10er Steckschlüssel die Schrauben der Druckplatte entfernen (Federn und Hülsen nicht verlieren) und ggf. die Länge der Federn messen, da auch diese verschlissen sein können (Daten siehe Technik -> Technische Daten). Druckplatte abnehmen.
  • Das Sicherungsblech der Kupplungskorbmutter mit einem breiten Schraubenzieher aufbiegen und "plattschlagen". Die Mutter mit 80 Nm anziehen (32er Steckaufsatz mit Verlängerung). Indem man bei eingelegtem Gang auf die Hinterradbremse drückt (FEST), kontert man. Es ist natürlich erlaubt Spezialwerkzeug zu kaufen und zu verwenden.
    Sicherungsblech danach mit einer Wasserpumpenzange wieder umbiegen.
  • Die Kupplungslamellen und die Mitnehmerscheiben herausnehmen (zwei kleine Schraubenzieher helfen hier) und bei Bedarf den Verzug der Mitnehmerscheiben mit Hilfe von Glasplatte und Fühlerlehre messen; verzogene Mitnehmer auswechseln (Originalteil oder z.B. von Lucas).
    HINWEIS: Der letzte Mitnehmer ist mit einem Draht im Kupplungskorb gesichert und kann bei ausgebautem Kupplungskorb getauscht werden.
    ACHTUNG: Die Mitnehmerscheiben SOLLTEN in der gleichen Reihenfolge wieder eingebaut werden, da sie auf ihre Position "eingefahren" sind, wenn sie schon etwas älter sind (also leicht verzogen sind).
  • Wenn alle Scheiben/Lamellen entfernt wurden, den Kupplungskorb (äußeres Teil) innen auf Riefen/Kerben überprüfen, also dort, wo die Lamellen greifen. Kerben sind oft die Ursache einer schlecht trennenden Kupplung. Bei Bedarf die Kerben mit einer Feile leicht entfernen (nicht zuviel Material wegnehmen!; kann man nur EINMAL machen!)
  • Die neuen Kupplungslamellen einsetzen. Da die hinterste Mitnehmerscheibe gesichert ist, fängt man mit einer Lamelle an, dann eine Mitnehmerscheibe, wieder eine Lamelle, usw. ACHTUNG: Reihenfolge der Mitnehmerscheiben SOLLTE gleich bleiben!
  • Druckplatte wieder aufsetzen und die Schrauben mit Federn und Hülsen vorerst nur leicht eindrehen. Sind alle Schrauben vormontiert, dreht man sie alle nun - jeweils über Kreuz - auf Anschlag. Dann erst wird festgezogen (ca. 10 Nm, also 1/8 Umdrehung) und das natürlich auch wieder über Kreuz.
  • Bevor die Endmontage beginnt, werden die Dichtflächen (Motor und Deckel) mit einem Schaber (oder Rasierklinge) gereinigt. Bei Bedarf die Dichtflächen mit einem 400er Naßschleifpapier abziehen.
  • Neue Kupplungsdeckeldichtung auflegen
  • Nun richtet man die Verzahnung des Ausrückers der Druckplatte so aus, daß sie in jene im Kupplungsdeckel paßt und "dreht den Deckel heran", sprich: Man dreht den Deckel an der Ausrückwelle des Kupplungsdeckels zum Motor hin. Die Paßhülse im Kupplungsdeckel müssen nun nur noch in den Motor passen.
    HINWEIS: Überprüfen, ob die Dichtung richtig sitzt nicht vergessen.
  • Schrauben des Kupplungsdeckels mit 8 bis10 Nm (1/8 Umdrehung) anziehen
  • Ausrückwelle (Kupplungsdeckel) im Uhrzeigersinn auf Anschlag drehen und den Ausrückhebel wieder aufstecken und festziehen.
    HINWEIS: Der Ausrückhebel muß parallel zum Motorblock ausgerichtet sein, wenn man gegen ihn drückt. Manchmal reicht das Spiel vom Kupplungshebel (Einstellschraube) nicht aus, um den Ausrückhebel richtig aufzusetzen. Dann muß man das Spiel etwas vergrößern, indem man die zweite Einstellschraube am Motorblock entsprechend dreht (beim Kupplungsdeckel, mit Mutter gekontert).
  • Nun noch das Spiel vom Kupplungsseil wieder einstellen, sodaß man den Kupplungshebel ca. 2-3 mm bewegen kann.


HTD: Motor-Ausbau

HTD: Motor-Problemlösungen

HTD: Motor-Fehlerdiagnose

 
       

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